Ein kurzer Auftritt – Emanuel Huber
Guten Morgen, heute ist einer der Tage an denen man aufsteht, die Fensterläden öffnet und sieht, dass es ein schöner Tag wird. Nicht nur das Wetter bereitet uns Freude, nein, denn heute ist Mittwoch und das heisst das heute wieder ein Sehnsucht Text auf Euch wartet und dass es mit heute nur noch 3 Tage bis zum Wochenende geht, also durchhalten. Sehnsucht von Emanuel Huber, mit “Ein kurzer Auftritt”:
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In einer nebligen Winternacht tritt er aus dem Haus. Die Kälte schlägt ihm entgegen doch er zeigt keine Regung dafür. Erst im orangen Licht der Strassenlaterne hält er kurz inne und schaut in den nebligen Schimmer. In Gedanken versunken bemerkt er nicht den Dampf seines Atems und auch nicht die wenigen schwarzen Gestalten, die sich noch in der Gasse herumtreiben. Alles Statisten in einem Film. Planeten in ihrer Umlaufbahn irgendwo im Universum. Wird sich jemals etwas verändern?
Wie oft täuschen wir uns selbst in unseren Träumen, wo soviel passiert was wir uns wünschen, dass wir zu hilflos werden irgendwas zu tun! Er kennt diese Gefühle sehr gut, war selbst doch so oft ein Gefangener seiner eigenen Wünsche im Zustand des Wartens auf Veränderung. Des Menschen Eigenschaft ist es doch, das Überirdische erkennen zu können und die Fähigkeit zu besitzen dieses Bewusstsein zu leben. Alle seine Süchte entstehen aus der Sucht des Sehnens nach Glück und innerem Frieden. Das Zerstörerische daran ist, dass eben das natürliche Verlangen danach nicht reicht um im Leben voran zu schreiten.
Weiter schweifen seine Gedanke, er lässt seine Beine sich bewegen und wir lassen uns mitziehen.
Das Grundbedürfnis Liebe ist wohl der emotionalste Geisteszustand von uns Menschen. Nichts geht so tief und doch kann er so selbsttäuschend sein. Locker lähmt er einen Menschen ein Leben lang. Und überhaupt, hätten wir irgendwann Ruhe und Frieden gefunden, wonach könnten wir uns noch sehnen? Dann doch lieber ein Leben beherrscht vom Verlangen nach Liebe, unfähig sie zu leben?
Gefühlte Momente schon aus frühester Kindheit, welche sich uns einprägen und uns zum Bleiben auffordern, müssen uns bewusst werden, um weiter zu kommen. Die vielen Déjà-vus, entstanden aus der Phantasie unserer Träume, deuten sanft auf die Ewigkeit. Wir sehen, wie es sein könnte, wie einig wir leben könnten und suchen uns die Ablenkung, damit die Sehnsucht nicht aufhört. Auch er hatte sich tief in dieses Verlangen gestürzt, war weit hinabgestiegen und am andern Ende der Welt gewesen. Aber wie läuft es immer wieder im Leben? Sie waren auf dem Mond und haben die Erde entdeckt, wir können aus uns hinausgehen, werden jedoch im besten Fall uns selbst finden.
Auf der Suche nach Liebe musste er lieben lernen. Nur so konnte ihn sein eigenes Sehnen nicht auffressen. Nur das führte ihn zu jener bittersüssen Melancholie, die man sich unter der berauschenden Wirkung der Sehnsucht vorstellt.
Auch immer mal wieder loslassen. Nimm die Ungewissheit der Zukunft oder die stetige innere Unruhe der Gegenwart.
Und die Ruhe in ihm ist vergleichbar als wenn er seit Ewigkeiten durch das Universum reiste und mit einem Mal geht in weiter Ferne hinter dem Mond die Erde auf. Und wenn…
Die zwei leuchtenden Kugeln die unvermittelt vor ihm auftauchen sind weder Sonne noch Stern sondern die Scheinwerfer eines Stadtbusses der auf leisen Sohlen ihn erfasst.
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Lieber sich nach Liebe sehnen, oder doch besser Liebe nie gekannt zu haben? Ein Text, gebadet in reinster Philosophie, und auf einmal hat das ganze ein Ende “gefunden”. Emanuel Huber hat in seinem Text, verschiedenen Punkte des menschlichen Lebens angesprochen und uns darauf aufmerksam gemacht.
Danke Emanuel
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Habt Ihr auch am Blick am Abend Schreibwettbewerb mitgemacht und seit nicht weitergekommen? Dann schickt mir doch Eure Texte damit ich sie hier einmal wöchentlich veröffentlichen kann, vielleicht entdeckt Euch noch ein Verlag. Mail an : allaboutzurich@hotmail.com