Mar
17
2010
0

Ein kurzer Auftritt – Emanuel Huber

Guten Morgen, heute ist einer der Tage an denen man aufsteht, die Fensterläden öffnet und sieht, dass es ein schöner Tag wird. Nicht nur das Wetter bereitet uns Freude, nein, denn heute ist Mittwoch und das heisst das heute wieder ein Sehnsucht Text auf Euch wartet und dass es mit heute nur noch 3 Tage bis zum Wochenende geht, also durchhalten. Sehnsucht von Emanuel Huber, mit “Ein kurzer Auftritt”:

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In einer nebligen Winternacht tritt er aus dem Haus. Die Kälte schlägt ihm entgegen doch er zeigt keine Regung dafür. Erst im orangen Licht der Strassenlaterne hält er kurz inne und schaut in den nebligen Schimmer. In Gedanken versunken bemerkt er nicht den Dampf seines Atems und auch nicht die wenigen schwarzen Gestalten, die sich noch in der Gasse herumtreiben. Alles Statisten in einem Film. Planeten in ihrer Umlaufbahn irgendwo im Universum. Wird sich jemals etwas verändern?
Wie oft täuschen wir uns selbst in unseren Träumen, wo soviel passiert was wir uns wünschen, dass wir zu hilflos werden irgendwas zu tun! Er kennt diese Gefühle sehr gut, war selbst doch so oft ein Gefangener seiner eigenen Wünsche im Zustand des Wartens auf Veränderung. Des Menschen Eigenschaft ist es doch, das Überirdische erkennen zu können und die Fähigkeit zu besitzen dieses Bewusstsein zu leben. Alle seine Süchte entstehen aus der Sucht des Sehnens nach Glück und innerem Frieden. Das Zerstörerische daran ist, dass eben das natürliche Verlangen danach nicht reicht um im Leben voran zu schreiten.
Weiter schweifen seine Gedanke, er lässt seine Beine sich bewegen und wir lassen uns mitziehen.
Das Grundbedürfnis Liebe ist wohl der emotionalste Geisteszustand von uns Menschen. Nichts geht so tief und doch kann er so selbsttäuschend sein. Locker lähmt er einen Menschen ein Leben lang. Und überhaupt, hätten wir irgendwann Ruhe und Frieden gefunden, wonach könnten wir uns noch sehnen? Dann doch lieber ein Leben beherrscht vom Verlangen nach Liebe, unfähig sie zu leben?
Gefühlte Momente schon aus frühester Kindheit, welche sich uns einprägen und uns zum Bleiben auffordern, müssen uns bewusst werden, um weiter zu kommen. Die vielen Déjà-vus, entstanden aus der Phantasie unserer Träume, deuten sanft auf die Ewigkeit. Wir sehen, wie es sein könnte, wie einig wir leben könnten und suchen uns die Ablenkung, damit die Sehnsucht nicht aufhört. Auch er hatte sich tief in dieses Verlangen gestürzt, war weit hinabgestiegen und am andern Ende der Welt gewesen. Aber wie läuft es immer wieder im Leben? Sie waren auf dem Mond und haben die Erde entdeckt, wir können aus uns hinausgehen, werden jedoch im besten Fall uns selbst finden.
Auf der Suche nach Liebe musste er lieben lernen. Nur so konnte ihn sein eigenes Sehnen nicht auffressen. Nur das führte ihn zu jener bittersüssen Melancholie, die man sich unter der berauschenden Wirkung der Sehnsucht vorstellt.
Auch immer mal wieder loslassen. Nimm die Ungewissheit der Zukunft oder die stetige innere Unruhe der Gegenwart.
Und die Ruhe in ihm ist vergleichbar als wenn er seit Ewigkeiten durch das Universum reiste und mit einem Mal geht in weiter Ferne hinter dem Mond die Erde auf. Und wenn…

Die zwei leuchtenden Kugeln die unvermittelt vor ihm auftauchen sind weder Sonne noch Stern sondern die Scheinwerfer eines Stadtbusses der auf leisen Sohlen ihn erfasst.

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Lieber sich nach Liebe sehnen, oder doch besser Liebe nie gekannt zu haben? Ein Text, gebadet in reinster Philosophie, und auf einmal hat das ganze ein Ende “gefunden”. Emanuel Huber hat in seinem Text, verschiedenen Punkte des menschlichen Lebens angesprochen und uns darauf aufmerksam gemacht.

Danke Emanuel

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 Habt Ihr auch am Blick am Abend Schreibwettbewerb mitgemacht und seit nicht weitergekommen? Dann schickt mir doch Eure Texte damit ich sie hier einmal wöchentlich veröffentlichen kann, vielleicht entdeckt Euch noch ein Verlag. Mail an : allaboutzurich@hotmail.com

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Mar
12
2010
0

Zürcher Kunst

Liebe Leser, nur kurz um so später Zeit, ich habe eine neue Seite hinzugefügt -> Zürcher Kunst <-.  Eine Erkundung (Interviews, Infos) von 4 Zürcher Museen (Kunsthaus, Museum für Gestaltung, Daros Latinamerica und Kunst 09 Zürich). Hab mich mächtig ins Zeug gelegt damit Ihr was zu Lesen habt, viel Spass…

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Mar
10
2010
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Schreiben, schreiben, schreiben… Reloaded

Liebe Leser, oder besser liebe Schreiberlinge, Schreibwillige, Schreibverrückte. Wie ich sehe wollt Ihr Euch ausdrücken und musstet dem Blick am Abend Schreibwettbewerb zum Opfer fallen. Viele sind niedergeschlagen, bedrückt und haben ihren Stift und Block oder halt das arme Macbook in die Ecke geworfen. Kramt es heraus, denn wie ich von Martin Ulrich (Allaboutzurich Leser) lesen durfte gibt es noch weitere Zuhause für unsere Texte, Fantasie und Kreativität! Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht diese hier aufzuführen:

 

Allaboutzurich Schreibwettbewerb

Auch Allaboutzurich bietet in Zeiten der Not Abhilfe, denn ich biete Euch da draussen, eine Plattform um Eure Kreativität zu pflegen und zur “schau” zu stellen.

Thema: Wie könnte es anders sein, fordert Euch Allaboutzürich auf über “Euer Zürich” zu schreiben. Bringt Eure Gefühle, Gedanken, Eure Beobachtungen oder Erlebnisse auf  “Papier” (.doc geht auch in Ordnung) und sendet mir diese zu.

Bedingungen: Euer Text darf maximal 4000 Zeichen (inkl. Leerzeichen) lang sein, keine vulgären Ausdrücke beinhalten und muss vom vorgeschriebenen Thema handeln.

Einsendeschluss: 11.April 2010

Einsendeadresse: allaboutzurich@hotmail.com

Gewinn :   Der Gewinner erhält eine Seite auf Allaboutzurich für seinen Text und Allaboutzurich’s Lieblingsbuch.

Die Texte der restlichen Teilnehmer werden in einem Post auf Allaboutzurich veröffentlicht. Aber hey dabei sein ist bekanntlich alles!

Coop Schreibwettbewerb

 Schreiben kann jeder: Sie auch?
Fast wie im neuen Roman «Möchtegern» von Milena Moser veranstalten die Coopzeitung, Thalia.ch und der Verlag Nagel & Kimche einen Schreibwettbewerb.

Teilnahmebedingungen:
Länge der Geschichte: maximal 4000 Zeichen (ohne Leerschläge)

Thema: Schreibübung Nummer 14 aus dem Roman «Möchtegern» von Milena Moser – «Ihre Figur verliert vier Tage». Sie müssen dafür das Buch von Milena Moser nicht kennen – das Thema kommt lediglich darin vor. Nehmen Sie die Schreibübung also einfach wörtlich und verfassen Sie eine interessante Geschichte, in der Ihre Figur vier Tage verliert.

Medium: Akzeptiert werden nur bisher unveröffentlichte Geschichten auf Papier (Computerausdruck). Autor nicht auf der Geschichte aufführen, sondern auf einem separaten Blatt Papier beilegen und dazu Titel der Geschichte vermerken.

Einsendeschluss: 30. April 2010 (Datum des Poststempels)

Einsendeadresse:
Coopzeitung
“Ihre Figur verliert vier Tage”
Postfach 2550
4002 Basel

Jury: Milena Moser (Autorin), Dirk Vaihinger (Verlagsleiter Nagel&Kimche), Daniel Erni (Buchhändler Thalia.ch) und Matthias Zehnder (Chefredaktor Coopzeitung).

1. Preis: Abdruck des Gewinnertextes in der Coopzeitung und ein Platz in der Schreibschule von Milena Moser.

2. Preis: Ein Verlagsbesuch bei Nagel & Kimche
3. Preis: Ein Buchpaket mit Büchern aus dem Nagel & Kimche Verlag im Wert von 300 Franken.
4. bis 10. Preis: Coop-Gutscheine im Wert von je 50 Franken.

 

 Schreibwettbewerb des Zentrums Karl der Grosse: «UNO-Menschenrechtsartikel»

Liebe Autorinnen und Autoren: Lassen Sie sich einen Menschenrechtsartikel zulosen und schreiben Sie einen literarischen Text.

Veranstaltungsdatum: 1. Januar 2010 – 6. April 2010

Detaillerte Angaben zum Schreibwettbewerb und die Teilnahmebedingungen sind im Flyer aufgeführt.

Veranstaltungsort: Karl der Grosse
Kirchgasse 14
8001 Zürich

Telefon: 044 266 85 00

E-Mail: karldergrosse@zuerich.ch

 

 

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Mar
08
2010
0

Neue Woche mit Allaboutzurich

Liebe Leser, wir haben das Wochenende überlebt und dürfen nun wieder in eine neue Woche starten. Gut, was heisst dürfen, wir müssen wohl oder übel.

Heute erwartet Euch:

  • Warnung vor der grössten Zeitverschwendung(Alice im Wunderland von TimBurton)
  • Mein persönlicher Frust, da ich mein Handy geschrottet habe
  • Erfolgsmeldung in der Zukunft meiner Karriere
  • und einige Gedanken…

Zu Beginn dieser Woche möchte ich Euch vor der grössten Zeitverschwendung, seit der Erfindung von Pokemon (ich war süchtig danach) bewahren, und zwar dem neuen Film von TimBurton “Alice im Wunderland”. Für jeden Fan des Buches oder des gleichnamigen Disney Films rate ich euch diesen Film nicht anzusehen, er ist einfach schlecht gemacht, total linear, mit dürftigen 3D Effekten ausgestattet und total auf den Hutmacher fixiert, der ja eigentlich eine verschwindende Rolle hätte. Darum macht Euch selber einen gefallen und behaltet Eure schönen Erinnerungen an die vergangene Alice.

Zu meinem Frust. Ich stehe heute morgen auf, sanft von meinem geliebten Nokia 5800 geweckt renne zum Bus, touchiere dabei eine Eisenstange die im Weg war, nehme im Bus mein Handy raus und merke dass mein Bildschirm kaput war! Ich war den Trähnen nahe… Nun ich brauche ein neues, hat jemand einen vernünftigen Vorschlag? Es muss Touchscreen sein, wer einmal ein Touch Handy hatte, kann nicht mehr ohne.

Kurze Erfolgsmeldung aus meiner Karriere, ich habe am Samstag das Resultat für den Aufnahmetest der GBMS (Gestalterischen Berufsmaturitäs Schule) erhalten und habe bestanden. Nun ja, der Test war wirklich auffallend leicht, trotzdem habe ich aus Freude den Brief gleich an die Wand geschmissen und bin mich feiern gegangen, toll was?!

Zuerst möchte ich Euch bitten mir Eure Texte des Sehnsucht Schreibwettbewerbs zuzusenden (für die die es nocht nicht getan haben), brauche einen für den kommenden Mittwoch.  Dann habe ich gehört das Zürich gutbestückte Flohmärkte hat, nun frage ich Euch ob Ihr wisst, wann und wo? Und zu guter letzt wäre ich mal froh um ein Feedback von Euch, wünscht Ihr noch was von Allaboutzurich, schreibt mir doch an allaboutzurich@hotmail.com.

Nun gut, schöne Woche Euch allen

Allaboutzurich

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Mar
03
2010
1

Das Rauschen der Zeit

 Guten Tag liebes Zürich, guten Tag schönes Wetter und guten Tag meine lieben Leser. Es ist wiedereinmal Mittwoch, und gespannt wie ich war diesen Text zu lesen, habt wahrscheinlich auch ihr eine Woche gezittert, ja sogar eine Woche gelitten bis Allaboutzurich es über sich bringt einen neuen Text voll mit Sehnsucht zu veröffentlichen, ich will Euch deshalb nicht länger auf die Follter spannen, Das Rauschen der Zeit :

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Der Himmel drückt von Zürich nach Bern, er verdichtet sich bis er mich gefangen nimmt. Herbstliches Sterben lässt auch in mir was sterben. Ist Liebe endlich? Sie schleicht sich rein, unmerklich und still, sie bleibt. Sie schleicht sich raus, unmerklich und still, sie geht. Ist weg. Aber immer da.
Der Bodennebel umhüllt bedrohlich meine Erdung, der Zugschaffner klopft mich wach – wo bin ich? Menschen neben mir brabbeln vor sich hin, sind die glücklicher als ich es bin?

Die Schweiz zieht im Eiltempo an mir vorbei, es ist, als hätte ich mich selbst überholt. Mein Leben geht schneller voran als meine Seele. Ich möchte bleiben, aber ich kann nicht. Ich will ein ruhiges Herz haben und es soll dazu tanzen. Ruhe. Dann steht meine alte Stadt plötzlich teilnahmslos vor mir, sie beherbergt mich nicht mehr. Ihr ist ziemlich egal, wo ich bin. Und wo ich bin, ist sie.

Am Stadtrand umspült schwerer Wein meine schweren Gedanken, die ich nicht denken darf und nicht halten kann. Und die vertrauten Gesichter spiegeln mich wider, ich will nicht hinsehen, will nicht sehen, was ich war und was ich jetzt nicht mehr sein kann. Ich vermisse mich. Aber wer ich bin sehe ich auch im Spiegel dieser vergänglichen Bar nicht.
Der sumpfige Weg zu dir ist dunkel, ist einsam, ist er endgültig? Ich erwarte nichts und doch erwarte ich alles. Will, dass du mich hältst. Will, dass du mich fallen lässt. Will, dass du mich durchschaust. Aber du bist schon lange ausgeschlossen. Zwei Städte trennen uns. Zwei Leben zerreissen uns in dich und mich. Wir kleben nicht mehr. Ich brauche nur noch eine Tasse.

Dein nächtliches Quartier begrüsst mich viel zu früh und skeptisch, jede Ecke hier ist mit Vertrautem versaut. Wünsche mir einen Nullpunkt, möchte mein Leben in einem Vakuum konservieren. Ich will wissen, dass alles gut ist. Aber es geht nicht, die Grautöne unterscheiden sich. Rastlos treibe ich irgendwohin, verrenne mich, verliere mich, verliere dich. Liebe dich. Aufhalten geht nicht.

Der Morgen danach legt sich schwer auf meinen Körper, er drückt mich auf dich, wo ich dich nicht mehr finde. Bin schon weg. Und der Abschied zieht sich hin, er wird sich seine Zeit nehmen, bis auch er weg ist. Machs gut. Ich muss mich finden gehen. Und dieses Mal zieht der Wind von Bern nach Zürich, er zieht selbstsicher durch mein erkältetes Herz. Die Frische der Welt erinnert mich an die Bedeutungslosigkeit meiner inneren Gezeiten. Ich bin so kahl. Nackt geh ich von dir, aber ich gebe mir keine Blösse.

Graue Wolken am frühen Abend rennen über die Himmelsdecke. Nervöses Lichterblinken in den vertrampelten Strassen, und ich transportiere mich ahnungslos durch die Unerträglichkeit des Seins. Würde mich gern loswerden, mich endgültig abschütteln. Aber ich bleibe an mir haften. Und ertrage mich weiterhin. Standhaft bin ich mein eigener Scheissfels in der Brandung.

Nebengeschichten führen mich an den Hauptbahnhof. Meine neue Stadt hetzt mich, quält mich, sie frisst mich auf und sie krächzt heiser: Was willst du hier? Ich kreische stumm flehend die Fassaden weg, sie sollen in sich zusammenbrechen und mich frei geben. Will auskotzen, was ich will. Will wissen, was ich will. Wohin ich gehen muss und wie ich überhaupt dahin komme. Zürich wird blass und schweigt. Mein Herz pumpt Liebe zurück und weint sie leise aus. Danach legt sich mein Herz seelenruhig hin, mitten auf die Schienen des Lebens. Ruhe. Nur ich und das Rauschen der Zeit. All meine brennenden Fragen ertränken sich im Fluss. Ich brauche keine Antworten mehr. Und keine Sterne für mich heute. Ich will nach Hause –

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Ich musste mich zuerst mal sammeln als ich diesen Text gelesen habe, in tiefgründigkeit, ein wenig philosophie und dramatik ist hier unsere Sehnsucht eingepackt… Die Sehnsucht nach einem vergangenen Leben, einer vergangenen Liebe einer vergangenen Heimat. 

   Ich danke für diesen Text..!

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 Habt Ihr auch am Blick am Abend Schreibwettbewerb mitgemacht und seit nicht weitergekommen? Dann schickt mir doch Eure Texte damit ich sie hier einmal wöchentlich veröffentlichen kann, vielleicht entdeckt Euch noch ein Verlag. Mail an : allaboutzurich@hotmail.com

Written by allaboutzurich in: Allgemein, Blick am Abend, Kunst, Literatur | Tags: ,
Mar
01
2010
3

Infos Blick am Abend Schreibwettbewerb

Liebe Leser, ich muss Euch nochmals mit Blick am Abend News belästigen, ich wurde angefragt ob ich mit Infos bezüglich der Regionalausscheidung weiterhelfen könne. Ich habe nachgefragt und diese Antwort erhalten, hoffe Ihr könnt was damit anfangen, ich zitiere:

Grüezi

Nachstehend die detaillierten INfos zu den Regionalveranstaltungen sowie zum Finale des Kurzgeschichten-Wettbewerbes “Sehnsucht”.

Pro Regionalfinale werden von der Jury 3 Autoren für den Finaleinzug erkoren. Diese werden dann am 23. März in Zürich um die ersten 3 Plätze und die Gewinnsumme von CHF 30′000 antreten.

BASEL – Montag, 1. März 2010
Thalia Bücher AG, Eingang Freie Strasse 32, 4001 Basel
Türöffnung 19.00
ZEIT 19.30

WINTERTHUR – Mittwoch, 3. März 2010
Vogel Thalia, Marktgasse 41, 8400 Winterthur
Türöffnung 19.30
ZEIT 20.15

BERN – Montag, 8. März 2010
Thalia Bücher AG, Spitalgasse 47/51, 3001 Bern
ZEIT 17.00

AARAU – Dienstag, 9. März 2010
Wirz Thalia, Hintere Vorstadt 18, 5000 Aarau
Türöffnung 19.00
ZEIT 19.30

FINAL-VERANSTALTUNG

Dienstag, 23. März 2010
Club Seefeld Razzia
Seefeldstrasse 82
8008 Zürich

Zeit: 20.00

Roger Galliker
Leiter Marketing & Kommunikation
Thalia-Stauffacher-ZAP*-Meissner-Gruppe

Eigentlich nichts, was nicht schon kleingedruckt im Blick am Abend stehen würde…

Viel Glück Euch allen…

… und für den Rest, geniesst den Tag, so schön wie er sich uns heute zeigt!

Allaboutzurich

Written by allaboutzurich in: Allgemein, Blick am Abend, Literatur | Tags:
Mar
01
2010
0

Hug a stranger day!

Liebe Leser, wir durften Wettertechnisch ein wunderschönes Wochenende geniessen und die neue Woche fängt gut an, denn am ersten März ist

Hug a stranger day!

Was soviel heisst wie, umarmt jeden! Geniesst es… Heute habt ihr eine Ausrede dafür, was ja eigentlich blöd ist dass man die überhaupt braucht, aber hey, nutzt den Tag!

Viel Spass, Allaboutzurich muss jetzt mal umarmen gehen… Ehm, darf meine ich!

Written by allaboutzurich in: Allgemein, Gesellschaft, Leben, Stimmung, Zürich |
Feb
27
2010
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Geht raus…

… anstatt hier vor dem Bildschirm zu sitzen, ich bin ja froh dass Ihr meinen Blog lesst, aber nun geht na draußen bei diesem Wetter, lest Bücher, macht Sport oder tanzt in der Sonne, aber geht raus dafür!

Es grüsst Euch, euer Sonnenbadender Allaboutzurich Autor

Written by allaboutzurich in: Allgemein |
Feb
25
2010
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Allaboutzurich ruft zum Briefe schreiben auf, Traumfrauenupdates

Guten Abend liebe Leser, hier bin ich wieder nach dieser von Sehnsucht erfüllten Woche. Ich habe folgendes für Euch:

  • Ich rufe zum Briefeschreiben auf
  • Hab meine Traumfrau wieder getroffen.

Es gibt soviel zu erzählen, so viel mitzuteilen und wir tun dies in unserer Zeit leider immer öfters elektronisch. Die einzigen die noch auf die alte gute Art Wert legen, sind die, die uns Rechnungen, Mahnungen oder amtliches zu sagen haben. Ist denn nicht alles wichtig was wir zu sagen haben? Nimmt nicht alles auf irgendeine weise Anteil am Leben unserer Mitmenschen und uns? Darum rufe ich Euch auf Briefe zu schreiben, auf die gute alte Art. Ein Blatt Papier, einen Schreiber, Couvert und eine Briefmarke, und ich darf Euch garantieren dass ihr mit dieser kleinen Geste viele Gemüter und Herzen bewegt, in unserer sowieso schon personenfernen (mir fällt das Wort nicht ein)  Welt.

Nun zu den bereits erwähnten Traumfrauenupdates. Ich stehe ihm Zug, stehe schon vor der Türe bereit, drehe mich ohne mir etwas dabei zu denken um, und sehe diese Beine, dann Ihr wunderschöner Körper, Ihre blonden Harre, Blauen Augen und ehe ich mich versehe lache ich über beide Backen. Meine Traumfrau steht vor mir mit dem Telefon in der Hand und sagt mir mit einer Geste ‘Hallo’. Wir steigen aus, es regnet, ich spanne meinen Schirm und sie steht drunter neben mich. Mir gings plötzlich gut, ich genoss regelrecht schweigend neben Ihr zu stehen und Ihrer Stimme zu lauschen. 5 Minuten, 10 Minuten vergehen… Ich hätte die Augen schließen können und hätte sie gespürt. Sie legte auf, und wir sprachen dies das, nonsens und über ihre Abreise nach Scharmilscheik. Sie geht nun für 3 Monate, und obwohl ich die Zeit in der Sie hier war nie genutzt habe, bekomme ich langsam den Drang alles möglich verpasste in diesen 3-4 Tagen nachzuholen…. Sie lächelte mich an, verabschiedete sich und ging. Ob ich mich verliebt habe? Schon vor langer Zeit, hab es jedoch bei unserer Freundschaft gelassen, denn ist nicht etwas das für das Leben bleibt? Sie ist mir so eine gute Kollegin, dass ich ich es nicht riskieren möchte sie durch eine Liebschaft zu verlieren… Ihr kennt das, man hat 1, 2 schöne Jahre zusammen und danach kann man sich meistens nicht mehr riechen. Ich werde Sie eines Tages heiraten!

Soviel von mir, schönen Abend und bis bald. Ach ja und denkt daran was ich Euch über das Briefeschreiben gesagt habe.  An wenn denkt Ihr jetzt in diesem Moment? Nehmt einen Stift und schreibt des Inhalt eures Herzens auf ein Blatt Papier  und verschickt diesen, ich kann Euch versprechen ihr schafft freude!

“Wotsch en Brief, so schrieb en Brief” – Mit diesen Worten verabschiede ich mich, man liesst sich, schöne Zeit!

Allaboutzurich

Written by allaboutzurich in: Allgemein, Gesellschaft, Leben, Philosophie, Stimmung, Tipp's | Tags: ,
Feb
24
2010
0

Erinnerungszeichen – René Graf

Liebe Leser, ich habe wieder Zeit für Euch, in den letzten 4 Tagen habe ich mich ausschließlich mit lernen beschäftigt. Ja ihr habt richtig gehört, lernen, ich hatte heute einen GBMS (Gestalterische Berufsmatura) Aufnahmetest, dem ich meine komplette Freizeit gewidmet habe.. Hier nun zurück zu einem ganz anderen Thema, dem wohl bekannten Thema Sehnsucht, heute für uns René Graf:

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Laura folgt mit traurigen Augen und leerem Blick den Regentropfen, die sich am Fenster der Strassenbahn stockend nach unten schlängeln. Ihr ist kalt. Sie hüllt sich noch enger in die Daunen ihrer Jacke und zieht die Kappe weit in die Stirne. In Gedanken ist sie bei ihrer Grossmutter. Nach der Trennung der Eltern wurde sie ihre engste Vertraute, ihre Seelenverwandte.

Dunkelheit macht sich breit, als die 17-jährige im Krankenhaus eintrifft. Stickige Luft, Linoleum, aus einem Lautsprecher beim Café-Automaten die melancholische Stimme der Roberta Flack mit „Killing me softly“. Mit dem Fahrstuhl hoch, 2. Stock, Zimmer 5, leises Surren von Apparaten. Die ovale Leuchte wirft einen gelblichen Schimmer auf die kahlen Wände und verbreitet im sterilen Zimmer Wärme. Der lachsrote Schlauch, der zur Magensonde führt, wirkt auf Laura noch immer bedrohlich. Als stumme Begrüssung ertastet sie die gläserne Hand und streichelt liebevoll über die kühle, runzelige Wange ihrer Grossmutter. Diese hat vor Wochen einen Schlaganfall erlitten und ist in tiefe Bewusstlosigkeit gefallen. Seither benötigt sie intensive Pflege. Ihre Gesundheit hat weiter nachgelassen. Das Haar ist licht, die schlafenden Augen ertrinken in den tiefen Augenhöhlen, der stumme Mund zieht ohne Zahnprothesen die dünnen Lippen nach innen. Laura überkommt ein beklemmendes Gefühl; Grossmutter erscheint ihr fremd, sie hat nur noch wenig mit der Grossmutter ihrer Erinnerung gemein. Sie sehnt sich nach unbeschwertem Beisammensein, sie sehnt sich nach der Alltäglichkeit.

Laura zog sich in den einsamen Wochen häufig in die Wohnung ihrer Grossmutter zurück. Dort fühlte sie sich Grossmutter nahe. Sie roch verstohlen an deren Kleidern, sah sich alte Fotoalben an, durchstöberte Schränke und Truhen. Mit den Erinnerungszeichen, die sie ihr ins Spital gebracht hatte, hoffte sie, der Düsternis und der Stille zu begegnen: Eine alte Kerze, einen Seidenschal, eine vertraute Melodie, eines ihrer liebsten Gedichte. Zuhinterst im Kleiderschrank entdeckte sie eine kleine, mit blauem Samt ausgekleidete Holzschatulle, darin ein unscheinbares Flakon Parfüm mit vergilbter Etikette. Auch Briefumschläge lagen dort, die mit matter Tinte, eleganter Handschrift an „Fräulein Fink“ adressiert und mit roter Schleife zusammengebunden waren.

Am Spitalbett öffnet Laura nun das Flakon und benetzt sachte den Zeigefinger mit dem bernsteinfarbenen, öligen Parfüm. Dann reibt sie sich dieses am Daumen und befeuchtet die Rinne zwischen Oberlippe und Nase ihrer Grossmutter. Augenblicklich verbreitet sich ein zarter Wohlgeruch. Ein leichtes Zucken durchfährt die Fingerspitzen, eine innere, sich aufbäumende Unruhe den Körper ihrer Grossmutter. Einen Moment lang öffnen sich die Lider, ihr suchender Blick versinkt in Lauras Augen und ihr Mund formt sich zu einem sanftmütigen Lächeln. Der altvertraute Duft hat offensichtlich die Kraft, Lauras Grossmutter für die Dauer eines Atemzugs zurückzuholen. Weckte er bei ihr ein letztes Mal die Sehnsucht nach einer nimmer wiederkehrenden Zeit? Erschienen ihr die Bilder der Jugend, der Lebenskraft und der Hoffnung, die Gefühle der leidenschaftlichen Liebe und des Glücks noch einmal, um wie Feuerwerk zu glühen und dann für immer in sich zusammen zu fallen? In dem von Krankheit gezeichneten Gesicht bleiben innere Ruhe und Ergebenheit zurück. Laura zündet eine Kerze an und weint stille Tränen.

Einige Monate später besucht Laura Grossmutters Grab. Sie wird von Marco begleitet, der zärtlich seinen Arm um ihre Schultern legt und sie liebevoll an sich drückt. Ihn mochte sie schon früher, als sie noch zusammen im Sandkasten spielten. Nach dem Kindergarten zogen seine Eltern weg und er mit ihnen. Vergessen konnte sie ihn nie und erst im Spital traf sie ihn zufällig wieder, als sie ihre Grossmutter besuchte.

Der Himmel zeigt sich wolkenlos, die Sonne strahlt. Laura ist nicht mehr kalt und auch die Trauer in ihren Augen ist gewichen. Geblieben ist alleine die Sehnsucht.

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Herz erweichend geschrieben, über die Sehnsucht eines kleinen Mädchens, welches sich nach seiner verstorbenen Großmutter sehnt… Nicht nur ergreifend und nah, sondern auch äußerst detailreich schrieb René für uns diese Zeilen.

Danke René

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